Am 15. Februar 2025 wurden im Flurbereinigungsverfahren Kromsdorf (Weimarer Land) drei riesige jeweils 26 Tonnen schwere Teile der „Eisernen Brücke“ über die Bahnstrecke Weimar – Apolda eingehoben. Die Spannweite der Brücke beträgt 26 Meter. Im Juli 2025 soll die Freigabe für den landwirtschaftlichen Verkehr erfolgen.
Im Jahr 2018 begannen die Planungen für die Brücke konkret zu werden, als festgestellt wurde, dass das alte Bauwerk nicht den erforderlichen Tonnagen standhalten kann. In Zusammenarbeit mit der Teilnehmergemeinschaft des Flurbereinigungsverfahrens Kromsdorf und der Landgemeinde Ilmtal-Weinstraße wurde ein Konzept zur Brückensanierung und ein Konzept für einen Ersatzneubau erarbeitet. Die Deutsche Bahn konnte nur dem Konzept für den Ersatzneubau zustimmen, da die alte Brücke den aktuellen Normen der Bahn nicht mehr entspricht. Das TLBG beauftragte anschließend für die Entwurfs- und Ausführungsplanungen ein Ingenieurbüro, welches den Abriss der alten Brücke und Brückenneubau plante und ein weiteres Ingenieurbüro für die Planung der bahnspezifischen Bau- und Sicherungsmaßnahmen. Auf dieser Grundlage erstellte der Flurbereinigungsbereich Mittelthüringen des TLBG einen Teilplan zum Wege- und Gewässerplan der im Dezember 2023 genehmigt wurde. Nach Abriss der alten Brücke im Jahr 2024 und der Errichtung der beiden Widerlager war nun der Grundstein für den Einhub der Träger gelegt worden. Mit dem Einhub ist der Rohbau der Brücke abgeschlossen. Im weiteren Verlauf ist die Fertigstellung der Fahrbahnoberfläche auf der Brücke und der Bau der zur Brücke führenden Rampen geplant.
Die Brücke wird vorrangig für den landwirtschaftlichen Verkehr gebaut, um diesen von den öffentlichen Straßen fern zu halten. Im weiten Umfeld von Kromsdorf ist es die einzige Brücke, um zu den nördlich der Bahn gelegenen landwirtschaftlichen Grundstücke zu gelangen. Vorhandene Unterführungen sind entweder zu niedrig oder zu schmal gebaut, um mit modernen landwirtschaftlichen Fahrzeugen und Geräten auf die andere Bahnseite zu wechseln. Hierfür müssen derzeit größere Umwege gefahren werden. Das wird durch den Brückenneubau vermieden.
Die neue „Eiserne Brücke“ ist die erste Brücke über eine elektrifizierte IC-Strecke, welche in einem Flurbereinigungsverfahren realisiert wird.



