„Ich freue mich sehr, dass wir heute die Schlussfeststellung des Flurbereinigungsverfahrens an den Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft, Herrn Volker Kieslich, übergeben können“, sagte Präsident Uwe Köhler in Heldburg. „Vor 19 Jahren wurde das Verfahren angeordnet. Im Rahmen des Verfahrens wurden z.B. neun Wege neu- bzw. ausgebaut sowie eine Brücke von Einöd grundhaft instandgesetzt. Mein herzlicher Dank gilt den ehrenamtlichen Mitarbeitern in der Teilnehmergemeinschaft. Sie haben etwas für die nächste Generation geschaffen!“
Referatsleiter Arnd Volkmer-Lewandowski vom Thüringer Ministerin für Infrastruktur und Landwirtschaft führte weiter aus „Auch wenn die Flurbereinigung Kreckaue zu den eher kleinen Verfahren in Thüringen zählt, so zeigt sie doch auf wenig Fläche, was mit diesem vielseitigen Landentwicklungsinstrument alles möglich ist: Zusätzlich zur Ertüchtigung der ländlichen Infrastruktur wurden auf ca. 1,1 ha sieben landschaftspflegerische Maßnahmen zur Gestaltung von Natur und Landschaft umgesetzt. Zudem profitiert der Tourismus von dem Lückenschluss des länderübergreifenden Werra-Obermain-Radwegs. Radfahrer und Wanderer werden sich über den im Rahmen der Flurbereinigung geschaffenen Rastplatz mit Sitzgruppe freuen.“
Das Flurbereinigungsverfahren mit 151 Hektar konnte Landnutzungskonflikte wie beispielsweise durch die Bodenordnung der zu DDR-Zeiten begradigten Kreck (Gewässer II. Ordnung) auflösen. Durch die Realisierung des Wirtschafts- und Radweges von Heldburg über Einöd nach Lindenau wurden landwirtschaftliche Nutzflächen bedarfsgerecht erschlossen und gleichzeitig der Tourismus im Heldburger Unterland gefördert. Eigentumsverhältnisse wurden neu geordnet und die Dorfentwicklung auch durch die Ortsregulierung begünstigt.
Die Fördermittel des Freistaats Thüringen, des Bundes und der EU betrugen 484.550 Euro. 53.850 Euro wurden als Eigenanteil der Stadt Heldburg aufgebracht.



